Unternehmens-PR: Die Macht des Wordings

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Unternehmens-PR: Die Macht des Wordings

Ohne es zu wollen, wird in vielen Firmen ein Wording verwendet, das bestenfalls verstaubt anmutet und schlimmstenfalls diskriminierend ist. Ob Firmenbroschüre, Website oder Video – wer seine Unternehmensreputation stärken möchte, sollte darauf achten, Inhalte laufend zu aktualisieren und Texte spannend, aussagekräftig, sowie politisch korrekt aufzubereiten.

Viele Firmen unterschätzen den Wert eines unternehmensspezifischen Wordings, dabei stellt gerade der firmeneigene Sprachduktus ein potentes PR-Instrument dar, und das sowohl für bestehende als auch für künftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden. Allerdings wird das Thema viel zu oft vernachlässigt, Sprache wird schlampig genutzt und Begriffe unbedarft verwendet, selbst Top-Unternehmen und -Medien sind da keine Ausnahme.

Anstatt dynamisch und attraktiv zu sein, sind viele Texte altbacken, umständlich und schlimmstenfalls sogar diskriminierend. Begriffe wie „Schnitte“ oder „Negerkuss“ bedienen sich überkommener Weltbilder und Klischees, besonders erschreckend ist die Verwendung eines dem NS-Regimes entlehnten Vokabulars wie etwa „durch den Rost fallen“ oder „Sonderbehandlung“. Diese Altlasten haben in unserer modernen Welt nichts mehr verloren und ich fordere Firmenverantwortliche dazu auf, hinsichtlich korrekter und wertschätzender Sprache eine Vorbildrolle zu übernehmen.

Gute Texte fallen nicht vom Himmel

Neben der Political Correctness ist auch die Aufbereitung der Inhalte essenziell. Insbesondere die Wortwahl hat es in sich, denn sie spiegelt die Identität des Unternehmens wider und sorgt für eine ganz besondere Note. Gute Texte „fallen nicht vom Himmel“, vielmehr fließt viel Zeit in deren Entwicklung. Einzelne Textbausteine, die in wenigen Worten viel zum Ausdruck bringen, können dann von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern individuell für die Kundenkorrespondenz oder Unternehmenspräsentationen genutzt werden. Zugleich stellen sie eine solide Basis für Jahresberichte, Imagebroschüren und Websites, aber auch für Firmen-Videos und Podcasts dar.

„Corporate Wording ist ein wertvolles PR-Tool, das viel Zeit spart und noch dazu direkt in die Reputation des Unternehmens einzahlt.“

Deshalb zählen zum textzentrierten Teil unseres weitgefächerten PR-Portfolios auch Wording Manuals und die Entwicklung von Kernbotschaften. Unsere Aufgabe ist es, Geschichten im Kopf zu erzeugen – und zugleich die Firmen- oder Organisationskultur perfekt zu transportieren. Aufgrund spezifischer Kompetenzen – etwa im Pharma-, Finanz- und Technikbereich – können auch komplexeste Zusammenhänge korrekt und leserfreundlich aufbereitet werden.

 

Autorin:

Sabine Pöhacker

Sabine Pöhacker, MSc.
Agenturleiterin

 

comm:unications – Agentur für PR, Events & Marketing wurde 1996 gegründet und zählt zu den Top 20 PR-Agenturen Österreichs. Branchenschwerpunkte sind Consumer Brands, Kultur & Tourismus, Gesundheit, inter-/nationale Organisationen und Industrie. Die Expertise reicht von strategischer PR-Beratung, Medienarbeit, PR-Kampagnen und Social Media bis zur Krisenkommunikation. Die eigentümergeführte Agentur mit Sitz in Wien ist Partner im fünftgrößten globalen PR-Netzwerk der Welt, PROI Worldwide. Agenturgründerin Sabine Pöhacker, MSc. ist anerkannte Kommunikationsberaterin, Lehrbeauftragte an der Universität Wien sowie zertifizierte systemische Business Coach.

PROI weltweit die weltweit größte Partnerschaft von integrierten unabhängigen Kommunikationsagenturen, wurde 1970 in Europa gegründet. Die 80 PROI-Partner-Agenturen sind mit Büros in mehr als 165 Städten in über 50 Ländern in fünf Kontinenten vertreten. PROI Worldwide rangiert auf Platz 5 der globalen Marken der Kommunikationsbranche und erzielte 2018 ein Nettohonorarumsatz von mehr als 900 Mio Euro. Rund 6.500 Mitarbeiter betreuen 8.200 Kunden weltweit.

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